
Warm-ups sind mehr als nur nette Spielereien – sie sind ein echter Booster für Workshops:
- Zu Beginn eines Workshops sind viele mental noch im letzten Meeting oder mit den Gedanken ganz woanders. Warm-ups helfen, im Raum (und im Thema) anzukommen – mental und körperlich.
- Ein bisschen Bewegung oder Lachen weckt müde Geister und hebt die Stimmung. Gerade nach der Mittagspause ist das Gold wert.
- Kleine Übungen fördern Nähe, schaffen Verbindung und senken soziale Hemmschwellen – perfekt für Gruppen, die sich noch nicht gut kennen.
- Durch koordinierte Abläufe (wie bei „1-2-3“) werden Kopf und Körper aktiviert. So steigt die Aufmerksamkeit für das, was folgt.
- Wer direkt eingebunden wird, bleibt eher aktiv dabei. Warm-ups senden das Signal: „Hier darf und soll mitgemacht werden!“
- Workshops dürfen (und sollten!) auch Spaß machen. Ein kurzer spielerischer Einstieg bringt Leichtigkeit in komplexe Themen.
Nachfolgend zwei Beispiele.
1-2-3: Wer zählen kann ist klar im Vorteil
Mit diesem Warm-up erfolgt ein persönliches Ankommen im Workshop. Die Moderation kann auch erkennen, welche Stimmung die Teilnehmenden haben.
Ablauf:
Paare bilden:
Die Gruppe teilt sich in Zweierteams auf, die sich einander gegenüber aufstellen.
Phase 1 – Zählen:
Person A sagt „1“, Person B sagt „2“, Person A sagt „3“. Dann beginnt B wieder mit „1“, A „2“, B „3“ usw.
→ Ziel: Im Wechsel gemeinsam bis 3 zählen, im Rhythmus.
Phase 2 – Ersetzen:
Jetzt wird „1“ durch eine Bewegung (z. B. Klatschen) ersetzt.
→ Also: A klatscht, B sagt „2“, A sagt „3“, B klatscht, A sagt „2“, usw.
Phase 3 – Mehr Ersetzen:
Nun wird „2“ durch ein Geräusch (z. B. „Schnipsen“) ersetzt.
→ Jetzt also: Klatschen – „Schnipsen“ – „3“ im Wechsel.
Phase 4 – Komplett Ersetzen:
Jetzt wird „3“ durch eine Bewegung (z. B. Hüpfer) ersetzt.
→ Finaler Ablauf: Bewegung – Geräusch – Bewegung (im Wechsel).
Tipps
- Nach jeder Phase kurz stoppen und die nächste Ebene einführen.
- Funktioniert auch super online in Breakout-Räumen.
Bilder-Check-in – So starten Sie kreativ in den Workshop
Ablauf:
Teilnehmende auswählen lassen:
Bitten Sie jede Person, sich ein Bild auszuwählen, das zur aktuellen Stimmung passt oder symbolisch für die eigene Erwartung an den Workshop steht.
Runde der Reflexion:
Nacheinander (oder in kleinen Gruppen) teilen die Teilnehmenden:
– Warum sie dieses Bild gewählt haben
– Was es mit ihrer aktuellen Stimmung oder Erwartung zu tun hat
Dank und Übergang:
Bedanken Sie sich für die Offenheit. Gehen Sie dann mit einem verbindenden Satz ins Thema über – z. B. „Wir bringen heute verschiedene Perspektiven zusammen – genauso bunt wie Ihre Bilder.“
Tipps
- Es gibt kein Richtig oder Falsch – es geht um persönliche Eindrücke.
- Die Übung funktioniert auch wunderbar online, z. B. mit vorbereiteten Bildern in einem Miro-Board oder einer PowerPoint-Folie.
- Achten Sie auf Gleichgewicht zwischen Tiefe und Leichtigkeit – es darf nachdenklich oder humorvoll sein.